Hühner im Garten

Her mit den Hühnern!


Hühner sind Nutz- und Haustiere zugleich. Kein Wunder, gibt es immer mehr Freunde des Federviehs. Wissenswertes rund um Hahn und Henne und den richtigen Hühnerzaun.
Hühner im Garten

Das Huhn ist ein Herdentier

Ein Huhn kommt selten allein. Denn die Tiere fühlen sich nur in der Herde richtig wohl. Drei müssen es mindestens sein. Ist ein Hahn dabei, sollten es vier Hennen sein. Hähne strukturieren das soziale Untereinander in der Gruppe. Der Hahn ist quasi der Boss und sorgt für Ordnung in der Truppe. Zur Eierproduktion braucht es keinen Hahn.


Der Hype ums Huhn ist nicht nur in der Selbstversorgung mit Eiern begründet. Eine Hühnerschar im eigenen Garten verbreitet das Flair von Landleben. Man schaut den geselligen Tieren, die den ganzen Tag emsig umherlaufen, gerne zu, das entspannt oder erdet das Gemüt.


In der sozialen Hühnergesellschaft herrscht übrigens eine strenge Rangordnung nach Größe, Status oder Alter. Es kommt selten vor, dass ein Huhn davonläuft, denn die Herdentiere bleiben immer in der Nähe ihrer Artgenossen.


Was ist bei der Hühnerhaltung rechtlich zu beachten?

Es gibt für alles Regeln – auch für die Hobby-Hühnerhaltung – und das ist gut so. Sollten Sie zur Miete wohnen, werfen Sie erstmal einen Blick in den Mietvertrag, ob Tierhaltung erlaubt ist. In reinen Wohngebieten kann es sein, dass Nutzierhaltung untersagt ist, daher ist die Nachfrage bei der Baubehörde auf alle Fälle ratsam.

Der Gang zum Veterinäramt ist Vorschrift: Denn jedes Tier muss gemeldet sein. Dabei geht es um den Tierschutz. Wichtig ist die Registrierung von Hühnern vor allem auch wegen der Vogelgrippe, falls diese im Umlauf ist.
Alle wichtigen Fragen zur Vogelgrippe werden auf dieser Seite der Bundesregierung erklärt.

Welches Huhn soll es sein?

Es gibt weit über 100 Hühnerrassen. Einen Überblick können Sie sich hier beim Bund Deutscher Rassegeflügelzüchter verschaffen.

Beliebt sind etwa Altesteirer, Amrock, Araucana, Zwerg-Barneveldedr, Brakel, Friesen, Hamburger, Rheinländer oder Sunheimer.

Die Rassen unterscheiden sich nach Größe, Legeverhalten oder Charakter.

Was brauchen Hühner?


  •     Bei Grünauslaufhaltung mindestens eine Fläche von 30 Quadratmetern pro Tier
  •     Bei Gehegehaltung mindestens 10 bis 15 Quadratmeter Fläche pro Tier
  •     Platz zum Scharren
  •     Stall mit Schlafstange, Legenestern und Kotbrettern – ohne Zugluft und trocken
  •     Futter- und Wassertrog
  •     Unterschlupf

Sie können Hühner frei im Garten laufen lassen oder sie in einem Gehege halten. Für beides brauchen Sie zum Schutz der Tiere einen Zaun.

Manches muss man aber auch vor den Hühnern schützen: Etwa das frisch angelegte Saatbeet oder die reifen Erdbeeren.


Staketenzaun als Hühnerzaun
Huhn am Staketenzaun

Welcher Hühnerzaun ist der richtige?

Es gibt zahlreiche Zaunmodelle: Maschendraht, Volieredraht, Netze, Stabmatten. Diese sind meist aus Plastik oder Metall. Wenn Sie nach einer stabilen, hübschen Holzvariante für Ihren Zaun suchen, dann ist unser Staketenzaun eine gute Wahl.


Wichtig ist ein geringer Raum zwischen den einzelnen Staketen (Lattenabstand) von 2 bis 3 Zentimetern. Die Zaunhöhe hängt von der Hühnerrasse ab, denn einige können nicht nur flattern, sondern auch fliegen.


Und denken Sie auch an den Fuchs. Freund Reineke lässt sich von einem Meter Höhe nicht aufhalten. Sollte es in der Nähe Füchse geben, empfehlen wir eine Zaunhöhe von mindestens 1,75 Metern .


Fotos: unsplash/Mathias Katz/Zoe Schaeffer und natur-zaun